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Just in: Salzburg flies black flag for lamented singer

The town and its festival are mourning the loss of Lisa Della Casa, who has died at the age of 93.

Here’s the press release (translation below):

Das Direktorium der Salzburger Festspiele, zum Tod von Kammersängerin Lisa Della Casa:

„Die Festspiele verdanken Lisa Della Casa Sternstunden, für die sie von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert wurde“ drückte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler ihre Trauer um den Tod der wunderbaren Sängerin aus.

In Salzburg gehörte sie in den Nachkriegsjahren zu jenen Künstlern, die den Festspielen ihren herausragenden internationalen Ruf gegeben haben. 1947 stand sie das erste Mal als „Zdenka“ in Arabella auf der Festspielbühne und schon nach der ersten Probe prophezeite Richard Strauss, dass „die Kleine eines Tages meine Arabella sein wird.“ Bereits damals feierte man sie als die „erfreulichste Erscheinung des Abend“, eine „natürliche Anmut“ mit „herrlich, wunderbar, konzentriert geführter Stimme“. Elf Jahre später kam Salzburg dann endlich in den Genuss Lisa Della Casa als Arabella erleben zu dürfen und die Kritiken überschlugen sich.

Ihre Sängerkollegin, die wunderbare Anneliese Rothenberger brachte es auf den Punkt: „Lisa Della Casa ist DIE Arabella aller Zeiten und sie wird es bleiben. Da kam alles zusammen: ihr Auftreten war genauso, wie man sich die Arabella vorstellt. Alles hat gestimmt. Wunderschön, fantastisch gesungen, hochmusikalisch, eine gute Schauspielerin – was wollen sie noch? Sie war geboren um Arabella zu sein“. Kritiker und Millionen von Musikliebhabern teilten diese Bewunderung.

Für die Entwicklung der Festspiele und ihrer Öffnung gegenüber der Moderne war ihre Interpretation aller drei Frauen Rollen in der Uraufführung von Gottfried von Einems Kafka-Oper Der Prozeß 1953 von besonderer Bedeutung.

In den folgenden Jahren festigte Lisa Della Casa ihren Ruf als die Maßstab setzende Persönlichkeit im Mozart- und Richard-Strauss-Fach. Auch mit ihrem letzten Auftritt in Salzburg schrieb sie Festspielgeschichte. Nachdem sie 1953 bereits als „Octavian“ einen großen Erfolg feierte, sang sie 1960 in der Eröffnungsvorstellung des neuen Großen Festspielhauses unter Herbert von Karajan die „Feldmarschallin“ im Rosenkavalier. „Zauberhafter als Lisa Della kann man sich diese Partie nicht vorstellen (…) Wie Lisa Della Casa die Gestallt aus dem Zauber ihrer Erscheinung und dem Schmelz ihrer Stimme lebendig werden lässt, ist einzigartig“ überschlug sich die Süddeutsche Zeitung in ihrem Premierenbericht. „In der Rolle der „Feldmarschallin“ wird Lisa Della Casa für immer in unseren Herzen weiterleben“, so Festspielintendant Alexander Pereira.

Rabl-Stadler: „Die schwarze Fahne, die heute am Festspielhaus weht, ist ein winziges Zeichen für unsere Trauer und große Dankbarkeit.“

Rough translation:

The Executive Board of the Salzburg Festival, on the death of opera singer Lisa Della Casa:

‘The Festival thanks Lisa Della Casa for sublime moments for which she was celebrated by audiences and critics’, said Festival President Helga Rabl-Stadler on the death of the beautiful singer.

In Salzburg, she was among the artists who in the postwar years gave the festival its outstanding international reputation. In 1947 she sang Zdenka in Arabella on the festival stage. Richard Strauss predicted that “this little one will one day will be my Arabella.’ Eleven years later, Salzburg finally came to enjoy Lisa Della Casa as Arabella.

Her colleague, the wonderful Anneliese Rothenberger, summed it up: “Lisa Della Casa Arabella is THE Arabella of all time and will remain so. Her appearance was exactly as you’d imagine, Arabella to be. Wonderfully beautifully,  fantastically well sung, highly musical, a good actress – what  more could you want? She was born to be Arabella.’

Her role in the world premiere of Gottfried von Einem’s Kafka 1953 opera The Trial is of particular importance in the development of the festival.

In later years, Lisa Della Casa was the standard-setter in Mozart and Richard Strauss specialist. She sang in 1960 in the opening performance of the new Grosses Festspielhaus under Herbert von Karajan in Der Rosenkavalier. ‘In the role of” Marschallin “Lisa Della Casa will live forever in our hearts,” said festival director Alexander Pereira.

Rabl-Stadler: “The black flag waving today at the Festival Hall is a tiny sign of our sorrow and gratitude.”

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Comments

  1. Sad day for sopranos.

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