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Breaking: A German orchestra is killed off

After months of heated debate and international controversy, the broadcasting council of Sudwestrundfunk has decided to merge its two orchestras in Stuttgart and Freiburg/Baden-Baden. That, in effect, wipes out an entire orchestra and will leave the Freiburg area with fewer concerts than before.

The council decided to ignore appeals from the general public and from such eminent composers as Pierre Boulez and Wolfgang Rihm.

Although Germany has shut down around 35 orchestras in the 22 years since reunification, this is the first contested closure – and not the last.

Here’s a statement from friends of the SWR orchestras:

 

Stuttgarter Förderverein verurteilt SWR-Entscheidung
Mit Bedauern und Unverständnis reagieren die Freunde & Förderer des RadioSinfonieorchesters Stuttgart auf die Entscheidung der Geschäftsleitung und Gremien des
SWR, das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart und das Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg
des SWR zu fusionieren.
Eine Fusion, so der Förderverein, müsse als eine nicht wieder gut zu machende
Fehlentscheidung gesehen werden, die landes- und kommunalpolitische Aspekte, kultur- und
medienpolitische Argumente, künstlerische und musikpädagogische Gesichtspunkte sowie
betriebswirtschaftliche Überlegungen außer Acht lasse. Nicht zu entschuldigen sei ferner der
Image-Schaden, den der SWR dauerhaft zu tragen habe und den er dem öffentlichrechtlichen Rundfunk insgesamt zufüge.
Nicht hinnehmbar sei insbesondere, dass gemeinsame Anliegen der Stadtparlamente in
Stuttgart, Freiburg und Mannheim sowie von Landtags- und Bundestagsabgeordneten,
Oberbürgermeistern und weiteren Vertretern aus Politik und Gesellschaft, die Planungen zu
überdenken oder zu vertagen, ohne weitere Diskussion vom Tisch gewischt wurden. Niemals
zuvor, so die Feststellung, sind demokratisch legitimierte Institutionen und Parlamente von
einer gebührenfinanzierten Institution in dieser Weise diskreditiert worden. Und niemals
zuvor sei eine kulturpolitische Entscheidung in Presse und Politik bereits im Vorfeld so
einhellig verurteilt worden, wie das Vorhaben des SWR, dem in der Öffentlichkeit bis dato
niemand auch nur im Ansatz Positives abgewinnen konnte.
Die Freunde & Förderer des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart bedauern, dass der SWRRundfunkrat mit dieser Entscheidung einen unrühmlichen Schlusspunkt an das Ende seiner
Amtszeit setze. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil belastbare Prognosen über ein Vorsitzender: Dr. Uli Kostenbader , Tel. p.: 0711 48 28 48; mob.: 0170 53 24 605; u.kostenbader@web.de*
Stv Vorsitzender: Helmut Weingärtner * Schatzmeisterin: StB Helga Dais-Steczka
Geschäftsstelle: Conrad Haas (Leiter)
Bankverbindung: BW Bank Stuttgart, Kto. Nr. 2345 749; BLZ 600 501 01*
Eingetragener gemeinnütziger Verein VR-Nr. 4230 Amtsgericht Stuttgart
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künftiges SWR-Gebühreneinkommen nach Informationen der Kommission zur Ermittlung des
Finanzbedarfs des öffentlich-rechtlichen Rundfunks derzeit nicht möglich sind. Die SWRAnnahmen, die zu der heutigen Entscheidung geführt haben, wurden nie öffentlich
begründet bzw. überprüfbar gemacht. Darüber hinaus wurden Vorschläge der Fördervereine
in Stuttgart und Freiburg zur Kostenreduzierung beider Orchester gänzlich ignoriert.
Die Orchesterfreunde aus Stuttgart fordern:
1. Eine breite Diskussion über den Kulturauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks,
der eben nicht nur eine Frage von Rundfunkstaatsverträgen, sondern ein eminent
gesellschaftspolitisches Thema ist.
2. Die nur wenige Wochen vor Ende der Amtszeit des Rundfunkrates gefällte
Entscheidung muss im Licht (a) einer neuen SWR-Gremien-Zusammensetzung in
2013, (b) der aktuellen parlamentarischen Überlegungen in Land und Kommunen und
(c) des eindeutigen gesellschaftlichen Votums für einen Fusionsverzicht überprüft
werden.
3. Alle SWR-Handlungskriterien in der Orchesterfrage müssen transparent, überprüfbar
und einer breiten Diskussion zugänglich gemacht werden.
4. Die Freundeskreis-Vorschläge zum Thema einer Kostenreduzierung sind aufzugreifen
und vorurteilsfrei zu prüfen.
5. Die Auswirkungen der Fusion auf unseren Kulturstandort sind offen zu legen und
öffentlich zur Diskussion zu stellen.
6. Statt sachwidrigem und beliebigem Handeln: Die gemeinsame Entwicklung
konsensfähiger Alternativen.

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